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2. Deutschland-Cup im Rennrutschen

SBDCF2017

Sebastian Rüdiger und Kristin Schwarz erobern den deutschen Rutschenthron / Sven Schubert stellt neuen Bahnrekord auf

In knapp 20 Austragungsorten, verteilt in der ganzen Bundesrepublik, hatten sich die mehr als 40 Rutscherinnen und Rutscher für das Finale des Deutschland Cups im Rennrutschen in Bad Lauterberg qualifiziert. Am Samstag, den 18.11.2017, wurde der Spannung ein Ende gesetzt und in einem fairen Wettkampf im Vitamar die Siegerin und der Sieger des 2. Deutschland Cups errutscht. Die knappen Zeitunterschiede in der Gesamtwertung bei der Stadtmeisterschaft 2017 sowie beim Finale im Vorjahr auf der fast 100 Meter langen Black-Hole-Rutsche erforderten Veränderungen. Einige Neuerungen warteten somit auf das imposante Teilnehmerfeld. Für die Gesamtwertung wurden in diesem Jahr die zwei schnellsten Vorläufe und die beiden Finalläufe summiert. Beständigkeit und Schnelligkeit waren nun gefragt. Eine zweite Veränderung betraf die Teamwertung. Zum ersten Mal war es bei einer nationalen Meisterschaft Pflicht, zwei Vorlaufzeiten einer Rutscherin in die Gesamtzeit einzubringen.

Diese Neuerung rüttelte die Kräfteverhältnisse in der Teamwertung kräftig durcheinander. Die Rutschgranaten als amtierende Deutsche Mannschaftsmeister mussten ihren Start sogar absagen, da ihre einzige, qualifizierte weibliche Teilnehmerin nicht vor Ort war und somit nicht an den Start gehen konnte. Den Mannschaftstitel holten sich in diesem Jahr die Rutsch Freunde mit nur hauchdünnen 0,05 Sekunden Vorsprung vor den Speedrutschern. Knapper kann eine Teamwertung kaum entschieden werden. Ausschlaggebend war hier der große Vorsprung, den Kristin Schwarz gegenüber Ihrer Konkurrentin gut machen konnte. Auf den Plätzen drei und vier folgten mit Team Rutschrettung und den Pomerania Whales zwei neue Teams.

In der Wertungsklasse der Damen waren in diesem Jahr die schnellsten Rutscherinnen Deutschlands vertreten. Angetrieben von ihrer schmerzlichen Niederlage bei der Generalprobe in Bad Pyrmont, startete die amtierende Deutsche Meisterin Kristin Schwarz mit einem neuen Bahnrekord von 9,43 Sekunden in den Wettkampf. Ihre stärkste Konkurrentin Mareen Ollesch hatte Mühe zu folgen. Auch die zweitschnellste Zeit von Kristin Schwarz im Vorlauf war erneut der Bahnrekord. Als auch der erste Finallauf unter 9,5 Sekunden lag, war klar: Maaren Ollesch braucht im vierten und letzten Lauf ein Rutschenwunder. Dies blieb aus und Kristin Schwarz sicherte sich souverän mit einer phänomenalen Gesamtzeit von 37,79 Sekunden den Titel beim 2. Deutschland-Cup im Rennrutschen. Platz zwei ging an Mareen Ollesch mit einem Rückstand von 0,42 Sekunden. Den dritten Platz des Podiums holte sich Jasmin Gercer mit einer Gesamtzeit von 39,28 Sekunden. Sie feierte ihren dritten Platz gebührend mit einem Freudentanz.

Bei den Herren waren die schnellsten elf Rutscher der Deutschlandrangliste an diesem Tag bereit, alles für den Titel zu geben. Der amtierende Deutsche Meister Sven Schubert kehrte auf seine Heimatbahn nach langer Verletzungspause zurück. Seine Ambitionen, sich den Titel aus seinem Lieblingsbad nicht rauben zu lassen, unterstrich er gleich mit einem Bahnrekord von 8,71 Sekunden im ersten Durchgang. Aber auch Sebastian Rüdiger hatte hart für diesen Tag trainiert und ließ mit einer Zeit von 8,75 Sekunden den Vorsprung nicht allzu groß werden. Im zweiten Vorlauf drehte sich das Bild und Sebastian Rüdiger holte 0,03 Sekunden auf Sven Schubert auf, sodass der Vorsprung vor dem Finale nur 0,01 Sekunden betrug. Im ersten Finallauf meldete sich Patrick Hanke ebenfalls mit Bahnrekordzeit zurück in den Titelkampf. Sebastian Rüdiger blieb erneut unter 8,8 Sekunden und Sven Schubert blieb ihm mit 8,82 Sekunden dicht auf den Fersen. Vor dem letzten Finallauf lagen zwischen Platz 1 und 3 nur 0,11 Sekunden. Ein Herzschlagfinale, welches die Zuschauerinnen und Zuschauer am Rutschenausgang den Atem anhielten ließ, war geboten. Als erster der drei Kontrahenten kam Patrick Hanke mit einer Zeit von 8,79 Sekunden aus der Rutsche geschossen. Damit setzte er die zwei verbliebenen Rutscher im Rutschenturm gehörig unter Druck. Mit einem großen Wasserschwall schoss Sven Schubert aus der Bahn und als das Spritzwasser von der Anzeigetafel verschwand, war klar, dass er sich vor Patrick Hanke schob. Nun war nur noch Sebastian Rüdiger in der Rutsche. In der Vergangenheit war er das ein oder andere Mal für einen Fehler im letzten Lauf gut – aber nicht an diesem Tag. Mit 8,78 Sekunden sicherte er sich mit einer ungeheuren Konstanz den Titel im Deutschland-Cup Finale.

Das Team des Deutschen Rennrutschverbands bedankt sich sehr herzlich beim Teams des Vitamar für die hervorragende Unterstützung des Wettkampfs. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Hier könnt ihr die Ergebnisse und All Time Best List als Pdf zum Download.