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1. Deutschland-Cup im Rennrutschen

sbdcf2016

Großes Finale des ersten Deutschland-Cups im Rennrutschen! Mertel und Schwarz feiern historische Siege!

Lang ersehnt von vielen Rutschprofis kam es am Samstag, den 12.11.2016, zum finalen Kräftemessen im Vitamar in Bad Lauterberg. Aus allen Himmelsrichtungen und vielen verschiedenen Bundesländern reisten die 30 Teilnehmer an, die sich zuvor in regionalen Meisterschaften für den Endausscheid qualifizieren mussten. Doch viele waren nicht nur alleine unterwegs, sondern mit ihrem gesamten Team. So auch die Speedrutscher Süd, welche amtierende Deutsche Mannschaftsmeister im Wettrutschen sind. Doch wer sich hier den Sieg bei einem enorm starken Teilnehmerfeld sichern wird, war eine völlig offene Angelegenheit. Eine gute Einstellung brachte das Newcomer Team „Pomerania Whales“ mit sich. So äußerte sich Teamchef Lars Fischer vor dem Wettkampf ganz entspannt: „Wir sehen das hier heute ganz locker. Dabei sein ist alles, aber vielleicht schaffen wir es auch mit unserem jungen Team den ein oder anderen Favoriten zu ärgern!“

In den Wettkampfklassen „Herren“ und „Damen“ ging es an den Start. Besonders viel Spannung versprach der Modus im Finale. In zwei Vorläufen ohne Streichzeit konnten sich die schnellsten zehn Rutscher und Rutscherinnen für die alles entscheidende Finalrunde qualifizieren. Hierbei wurden jedoch keine Zeiten übernommen, wodurch nur die darauffolgenden zwei aufsummierten Läufe für den Titelgewinn von Bedeutung waren. Es war also auch jede Menge Nervenstärke gefragt.

Schon im Vorlauf kam es bei den Herren zu packenden Duellen. Gerade einmal 0,01 Sekunden trennten die drei vorderen Plätze voneinander. So lag zunächst Artur Scherle von den Rutsch Freunde Hameln in Führung, der somit im Finale als letzter Teilnehmer starten durfte. Doch auch die weiteren Plätze in der Endrunde waren hart um gekämpft. 0,1 Sekunden lagen zwischen Platz 8-13, was zu einigen glücklichen und enttäuschten Rutschern führte. Organisator Sven Schubert vom Deutschen Rennrutsch Verband e.V. zeigte sich schon hier zufrieden: „Diese hohe Leistungsdichte ist beeindruckend! So habe ich mir das Finale vorgestellt. Es darf einfach keine einzige Hundertstel auf der Bahn liegengelassen werden.“

Etwas entspannter ging es bei den Damen in den Vorlauf. Die knapp zehn Teilnehmerinnen waren bereits für die Endrunde qualifiziert. Doch an ein Warmrutschen dachte niemand. Kristin Schwarz von den Rutsch Freunde Hameln legte die Messlatte direkt zu Beginn sehr hoch. Mit einer Zeit von 9,50 Sekunden setzte sie ein erstes Ausrufezeichen hinter ihre Titelambitionen. Damit konnte sie im Finale ebenfalls von ganz hinten starten.
 
Top 3 Frauen

Wer holt sich den ersten Sieg im Deutschland-Cup? Diese Frage dürfte sich so manch einer der Herren im Finale gestellt haben. Besonders Klaus Mertel von den Speedrutscher Süd schien sich damit näher befasst zu haben. Er legte direkt im ersten Lauf einen neuen Bahnrekord hin. Gerade einmal 8,91 Sekunden brauchte er für die 100 m lange Rutsche. Da staunte auch Badleiter Frank-Michael Bengs nicht schlecht: „Wahnsinn, was die Jungs heute für Zeiten hinlegen!“ Ebenfalls stark präsentierte sich sein Teamkollege Jens Niedermeyer im Finale, der genau wie Mertel, die magischen 9 Sekunden knackte. Es schien als wollten die bei den Speedrutscher Süd nach der vermutlich längsten Anreise aller Teilnehmer nicht mit leeren Händen nach Hause fahren. So verwiesen sie am Ende Artur Scherle auf den dritten Platz in der Gesamtwertung. Er konnte sich vor ein paar alt bekannten Gesichtern aus der Rennrutschszene den Podiumsplatz sichern. So ließ er unter anderen Andreas Köhnke, Daniel Wilsch und Jan Traub hinter sich. Besonders spannend wurde es auch im zweiten Finallauf zwischen Mertel und Niedermeyer. Der historische Sieg ging jedoch am Ende an Klaus Mertel. Von seinen Mitstreitern und Kontrahenten wird er nur „Klausinator“ genannt, allem Anschein nach auch zurecht. Mit folgenden Worten kommentierte er den Triumph: „Ich fühle mich wieder wie 29 nach diesem tollen Erfolg!“ Sein wahres Alter ersparen wir den ganzen Jungspunden der Rennrutschszene an dieser Stelle lieber mal. Somit gab es erneut den Vizetitel für Jens Niedermeyer. Schon bei den Deutschen Meisterschaften im Wettrutschen reihte er sich auf dem zweiten Platz ein.

Die Frauen durften sich im Finale über jede Menge neue Gesichter freuen. Mit Jasmin Gercer, Manuela Krumnow und Bettina Habenicht waren gleich drei Siegerinnen der regionalen Meisterschaften mit von der Partie. Daher war es besonders spannend, ob Kristin Schwarz ihrer Favoritenrolle gerecht werden kann. Mit starken Zeiten im 9,5 Sekunden Bereich ließ sie ihren Kontrahentinnen jedoch keine Chance. Den Vizetitel sicherte sich Jasmin Gercer. Angereist aus Hannover ging sie mit jeder Menge Elan an den Start, wodurch sie sich am Ende mit dem Podium belohnte. Auf dem dritten Platz folgte Rutschtalent Louisa Boger. Gerade einmal 13 Jahre jung und schon der erste große Erfolg. Darauf hatte sie sich auch sehr ehrgeizig mit regelmäßigem Training vorbereitet. Besonders Markus Hönings, der zweite Vorsitzende vom DRV, zeigte sich darüber sichtlich erfreut: „Es ist toll, dass wir auch die Jugend für unseren Sport begeistern können!“

Bei der abschließenden Siegerehrung konnte sich jeder Rutscher über eine Teilnehmermedaille, einen Gutschein vom Online-Shop von Rutscherlebnis.de und eine Urkunde freuen. Auf die Gewinner warteten zusätzlich Pokale und Rutschkalender für das Jahr 2017. An dieser Stelle gratulieren wir nochmal recht herzlich allen, die mitgemacht haben! Einen ganz besonderen Dank möchten wir an das Team vom Vitamar und die zahlreichen Helfer ausrichten! Ohne Juliane Wölk vom Marketing und Badleiter Frank-Michael Bengs wäre das sicher nicht so eine schöne Veranstaltung geworden!

Gespannt dürfen alle Rutschenfans übrigens auch schon auf das nächste Jahr blicken. Dann steht nämlich die zweite Auflage des Deutschland-Cups an. Eines steht jetzt schon fest: Das Finale wird wieder im Vitamar stattfinden! Weiterhin geplant sind die Erweiterung der regionalen Meisterschaften und eine Änderung der Qualifikationsbedingungen. Mehr wird jedoch erstmal nicht mehr verraten! Also auf ein baldiges Wiedersehen und rockt die Röhre!